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Bertl Mütter - talking trombone - lecture - workshop - konzert
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BERICHT ÜBER DAS
Schagerl Brass Festival 2008

Karl Schagerl hat zum Gipfeltreffen gerufen und alle sind sie gekommen, großteils Werksfahrer, die Schagerls haben ja in der Tat Kapazunder in ihrem Stall, eben die Crème der internationalen Blechbläserszene.

Ich gebe zu, Bedenken gehabt zu haben. Zunfttreffen kann nämlich der Geruch musikferner Nabelschau anhaften, selbstreferenzielle, spintisierende Gespräche über Bohrungen, Mundstücke, Wandstärken,…: Wenn überhaupt, dann dürften sie nur in verschämt geheim gehaltenen Kammern geführt worden sein. Kein Blechinzest jedoch in Mank.

Die Instrumente von Schagerl entstehen bekanntermaßen in enger Zusammenarbeit zwischen der Werkstatt und künstlerisch aktiven Musikern, allesamt Meister auf ihrem Instrument. Was beide Seiten verbindet, ist der unorthodoxe Zugang zur Materie, "geht nicht gibts nicht", eine Haltung, die nur von ermöglichendem  Staunen, nicht aber von einzementiertem Besserwissen getragen werden kann.

So wurde während des Festivals die Möglichkeit zum hemmungslosen Ausprobieren von Instrumenten und Stöbern im reichhaltigen Notenfundus des Stammhauses reichlich genutzt.

Der Vorabend markierte gleich einen ersten Höhepunkt, denn mnozil brass kann nur mit Superlativen beschrieben werden. Diese sieben Herren vereinen höchste musikalische und blechbläserische Perfektion mit urwüchsigem Musikantentum, garniert mit umwerfender Komik, unglaublich kreativ und absurd, als wären den Monty Python's Brassinstrumente angewachsen. Das Publikum (alle Veranstaltungen des Schagerl Brass Festival waren praktisch ausverkauft!) war demgemäß völlig aus dem Häuschen.

Donnerstag gingen dann die zahlreichen Workshops los, ein breites Spektrum impulsgebender Kurse, Arbeit mit Ensembles, Tipps fürs Probespiel und zu spezifischen spieltechnischen und allgemein musikalischen Fragen. Kurz, es war für jeden etwas dabei, vom Anfänger bis zum Meister – nicht wenige Kursleiter schauten auch gerne bei den Kollegen vorbei, eine fröhlich-kollegiale Atmosphäre der Neugierde stellte sich ein, in deren Mittelpunkt die Freude an der Musik stand.

Auch die weiteren Konzerte waren allesamt höchst erfolgreich, und bei der Jazznight mit ihren (das Wort nutzt sich ab, es ist aber wahr) hochkarätigen Gästen wurde wieder einmal so richtig Gusto auf die Musik, aufs Musizieren gemacht.

Abschließend ist zu sagen, dass Karl Schagerl und seinem freundlichen Team rundheraus zu gratulieren ist. Ihnen ist gelungen, eine Lücke zu füllen, von der man so vorher gar nicht gewusst hat, dass sie existiert(e), es ist direkt unvorstellbar, wie es so etwas wie das Schagerl Brass Festival erst 2008 geben konnte: Ein Treffen gewissermaßen außerhalb von Zeit und Ort, und es ist um die Musik gegangen, die Freude an ihr mit ihr, durch sie und für sie.

So darf ich meiner Hoffnung Ausdruck verleihen, dass bald das - dann bereits traditionelle - zweite internationale Schagerl Brass Festival folgen wird können, und ich freue mich, daran wieder mitarbeiten zu dürfen.

Bertl Mütter
www.muetter.at

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Donnerstag >> 22.05.2008

BERTL MÜTTER
Posaunenindividualist

talking trombone ®
lecture - workshop - konzert

Bertl Mütter, dieser Magier unter den Blechbläsern, der aus seiner Posaune Töne herauskitzelt, die immer wieder verblüffen (so sein Duopartner Franzobel), vermag mit seiner Posaune Geschichten zu erzählen und versteht es, sein Publikum unmittelbar in den Bann einer sehr persönlichen Musik zu ziehen. In seinem Spiel bedient er sich nicht zuletzt auch avancierter Spieltechniken.

Bertl Mütter erzählt über seinen Zugang zur Musik (es ist ein hörender, staunender; vor allem aber: ein spielender!), seine Beziehung zum Instrument (es ist, no na, eine Aurora; und es geht ums Schmecken), gibt Tipps fürs mehrstimmige Spiel oder die Zirkularatmung (und was sich sonst noch ergibt) und wird auch ein kurzes Konzertset spielen.

talking trombone richtet sich an alle (nicht nur Posaunisten!), die sich überraschen lassen wollen. Und Bertl Mütter freut sich übers aktive Mitmachen.

www.muetter.at

Dauer: 3h
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